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Größere Erfolgschancen in spezialisierten Krebs-Zentren

Bei Krebsbehandlungen bestehen in spezialisierten Zentren größere Erfolgsaussichten als in normalen Kliniken. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Angelika Warmuth/dpa)

Bei Krebsbehandlungen bestehen laut einer Analyse in spezialisierten Zentren größere Erfolgsaussichten als in Kliniken ohne besondere Zertifizierung. Eine deutlich geringere Sterblichkeit habe sich etwa bei Gebärmutterhalskrebs, Lungenkrebs und Brustkrebs gezeigt, teilte der Bundesverband der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit.

Ausgewertet wurden den Angaben zufolge für rund eine Million Behandlungsfälle von 2009 bis 2017 bundesweite Abrechnungsdaten von AOK-Versicherten sowie Daten der klinischen Krebsregister Regensburg, Dresden, Erfurt und Berlin-Brandenburg.

Die Ergebnisse hätten gezeigt, dass von einer Zentrumsbehandlung Patienten mit früheren Tumorstadien stärker profitierten als Patienten mit Tumoren in fortgeschrittenem Stadium.

Positive Effekte seien etwa damit zu erklären, dass Patienten in zertifizierten Zentren auf inter- und multidisziplinäre Behandlungsteams träfen, die häufiger leitliniengerecht behandelten und auf bessere Prozess- und Strukturqualität zurückgreifen können, erklärte die Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT), Monika Klinkhammer-Schalke.

Es besteht Optimierungspotenzial

Die Chefin des AOK-Bundesverbands, Carola Reimann, sagte: «Noch immer werden viel zu viele Patientinnen und Patienten mit Krebs außerhalb der spezialisierten Zentren behandelt.» Gerade in diesem sensiblen Versorgungsbereich werde noch mehr Konzentration von Leistungen gebraucht. Das «Optimierungspotenzial» solle in der anstehenden Reform der Krankenhauslandschaft aufgegriffen werden.

Das Projekt «Wirksamkeit der Versorgung in onkologischen Zentren» wurde den Angaben zufolge vorgenommen vom Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung an der Technischen Universität Dresden, der ADT, dem Wissenschaftlichen Institut der AOK, dem Institut für Qualitätssicherung und Versorgungsforschung der Uni Regensburg sowie dem Nationalen Centrum für Tumorerkrankungen Dresden.