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Nicht nur planen: Wirklich zur Darmspiegelung gehen

Blick in den Darm: Was bei diesem begehbaren Modell ganz einfach ist, braucht im echten Leben einen Eingriff unter Narkose. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christian Charisius/dpa/dpa-tmn)

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebserkrankung in Deutschland. Mit einer Darmspiegelung lassen sich Tumore und Krebsvorstufen allerdings frühzeitig erkennen. Auch wenn es schwerfällt: Zur Vorsorge sollte man sich dennoch überwinden, rät Axel Döhrmann, Leiter des Darmkrebszentrums im Ameos Klinikum St. Clemens Oberhausen.

«Eine Darmspiegelung kann nahezu schmerzfrei durchgeführt werden und verschafft Klarheit», so Döhrmann. Zeigt die Untersuchung keinerlei Auffälligkeiten, müsse man in den folgenden Jahren keine bösen Überraschungen befürchten.

Bei Darmbeschwerden nicht zögern

Denn: Laut Döhrmann entwickelt sich Darmkrebs sehr träge. Dazu kommt, dass im Zuge einer Darmspiegelung auch Polypen, aus denen sich Krebs entwickeln kann, entfernt werden können.

Besonders wichtig ist eine Darmspiegelung dann, wenn der Körper signalisiert, dass mit dem Darm etwas nicht in Ordnung ist. Das kann sich durch Blut im Stuhl, quälende Schmerzen im Unterbauch oder einen starken Gewichtsverlust bemerkbar machen.

«Nehmen Sie Beschwerden ernst und holen Sie versäumte Untersuchungen nach. Denn gerade bei Darmkrebs gilt, je rechtzeitiger ein Tumor identifiziert wird, desto besser die Heilungschancen», so Döhrmann. Derzeit haben gesetzlich krankenversicherten Männer ab 50 Jahren Anspruch auf eine Darmspiegelung, Frauen ab 55 Jahren.