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Vitamin D – Das beste Mittel gegen Viren?

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Jeder, der sich zumindest ein wenig mit dem derzeitigen Stand zur Forschung über Covid-19 auseinandersetzt, kommt derzeit am Diskurs über Vitamin D nicht vorbei. Es liegen Erkenntnisse vor die nahelegen, dass ein Vitamin D Mangel schwere Krankheitsverläufe begünstigt. Er letzte Woche hat eine spanische Klinik nachgewiesen, dass der Vitamin D Haushalt sicher eine Rolle spielt bei schweren Krankheitsverläufen.

Link: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/121233/COVID-19-Vitamin-D-vermeidet-Intensivbehandlung-und-Tod-in-umstrittener-Studie

Neu ist die Theorie nicht, schon seit Jahren wird der Zusammenhang zwischen Vitamin D und einer möglichen positiven Wirkung bei respiratorischen Infekten untersucht. Die Ergebnisse sind nicht immer eindeutig, da es bei manchen Studien zu Annahmefehlern kam, die die Ergebnisse beeinflussten. Sicher kann man zur Zeit allerdings behaupten, dass Vitamin D eine positive Wirkung auf schwere Krankheitsverläufe bei Atemwegsinfekten hat.

Vitamin D kann über die Nahrung aufgenommen werden und über Präparate, jedoch empfiehlt sich diese Aufnahme nur bedingt, da große Mengen an Vitamin D einfach ungenutzt ausgeschieden werden. Das tolle an Vitamin D ist, es kann vom Körper selbst hergestellt werden. Im Sonnenlicht finden sich in einem bestimmten Lichtspektrum Wellen, die auf der menschlichen Haut den Effekt habe, dass der Körper Vitamin D herstellt. Das erklärt wohl auch unsere bessere Widerstandsfähigkeit gegen Viren im Sommer. Unsere Vitamin D Speicher sind im Sommer gut gefüllt, aber im Winter können wir sogar Mangelerscheinungen haben.

Müdigkeit, Muskelschwäche und Krämpfe, Depressionen und das vermehrte Auftreten von viralen oder bakteriellen Infektionen sind nur einige. Dabei gibt es Unterschiede bei der Hautfarbe, während eher hellhäutige Menschen weniger Sonnenlicht brauchen, um Vitamin D in ausreichender Menge herzustellen, brauchen dunkelhäutige Menschen bis zu 4 mal mehr Sonne, um den gleichen Effekt zu erzielen. 80-90 % des Vitamin D wird über die Haut vom Körper selbst gebildet, der Rest kann über die Nahrung aufgenommen werden.

Folgende Nahrungsmittel enthalten viel Vitamin D: fette Fischsorten wie Lachs, Butter, Eier, Leber und Speisepilze. Auch junge Menschen können einen Vitamin D Mangel aufweisen, wenngleich ihre Haut Vitamin D besser bildet, als es bei älteren Menschen ( über 70 ) der Fall ist.

Wie kann uns also das Vitamin D schützen?

Forscher gehen von zwei Hauptvorteilen aus. Die antibakterielle Wirkung hängt mit seiner Fähigkeit zusammen, Bakterienmembranen durch elektrostatische Wechselwirkungen zu zerstören.
Ähnliche Wechselwirkungen können mit den Lipidhüllen von Viren auftreten. Vitamin D kann den Viruseintritt auf ähnliche Weise blockieren wie bei anderen antimikrobiellen Peptiden ( kurze Ketten von Aminosäuren ).

Also ab ins Solarium?

Nein, nach Einschätzung des Bundesamtes für Strahlenschutz kann die Bestrahlung, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen das Hautkrebsrisiko erhöhen. Aber öfter draußen im Freien Sport machen ist auf jeden Fall zu empfehlen. Bei ausreichender Betätigung draußen und einer ausgewogenen Ernährung sind bei gesunden Menschen keine Vitamin D Präparate nötig.