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Was hilft gegen Windeldermatitis?

Die Windeldermatitis zählt zu den häufigsten Hauterkrankungen bei Babys und Kleinkindern. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Friso Gentsch/dpa/dpa-tmn)

Bemerken Eltern Rötungen, manchmal sogar Knötchen und Eiterblasen im Windelbereich ihrer Kinder, ist wahrscheinlich eine Windeldermatitis im Spiel. Darauf weist die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) hin.

Eine alleinige Ursache gibt es nicht, eher ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren: das feuchtwarme Klima in der Windel, Reibung, der Kontakt der Haut mit Stuhl und Urin. Dadurch quellt die oberste Hautschicht auf. Die Hautbarriere wird durchlässiger, es kann leicht zu bakteriellen Infektionen kommen, so die DDG.

Was können Eltern tun, um die schmerzhaften Rötungen zu lindern? Die Kinderdermatologin Prof. Regina Fölster-Horst rät: «Windelfreie Zeiten tagsüber sind ein erster Schritt. Das Windelwechseln sollte in einem Intervall von zwei bis drei Stunden geschehen.»

Auf Inhaltsstoffe von Feuchttüchern achten

Zur Reinigung des Windelbereichs eignen sich Wasser und milde Seifen, zum Entfernen von Stuhl ölhaltige Einmaltücher. Auf Feuchttücher, die Duftstoffe, Konservierungsstoffe und Alkohol enthalten, sollten Eltern besser verzichten – um die Haut der Kleinen nicht zusätzlich zu reizen.

Linderung können spezielle Cremes und Salben verschaffen, etwa auf Basis von Zink. Doch nicht immer sind die Maßnahmen erfolgreich.

Dermatologin Fölster-Horst weiß, wann es Zeit ist, in der Arztpraxis vorbeizuschauen: «Wenn nach einigen Tagen dieser Therapie keine Besserung eintritt, sich das Kind ständig kratzt, in einem anderen Hautareal Hautveränderungen zu sehen sind oder im Wundbereich Eiterbläschen auftreten.»